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Liebe Familien, Freunde und Gleichgesinnte,
wie Ihr sicherlich alle mitbekommen habt, ist es in Ägypten nach wie vor alles
andere als ruhig. Nur weil man in letzter Zeit durch die Nachrichtenerstattung
nichts mehr mitbekam, bleibt die Lage in Ägypten nach wie vor äußerst kritisch.
Selbst die Allgäuer Zeitung und das Radio berichten wieder von Ausschreitungen
in der ägyptischen Hauptstadt. In Kairo sowie im ganzen Land ist man mit der
ganzem Umsetzung noch nicht zufrieden – scheinbar wendet sich das Blatt nun
gegen das Militär.
Dennoch haben wir heute nicht nur trauriges zu Berichten – all jene, die sich so
arg Sorgen um uns machten, können wir heute beruhigen. Wir sind zurück in
Deutschland und unter den altbekannten Rufnummern etc. zu erreichen.
Um einige Fragen auch gleich mal vorweg zu beantworten:
Warum wir gehen mussten bzw. gegangen sind und warum das so schnell
über die Bühne ging?
Nun, vor kurzem war die Lage noch etwas entspannter als heute. Nach einem
Gespräch mit den Leitern der Jesuits & Brothers Association entschieden wir
gemeinsam, dass es wohl besser sei, nun, in einem ruhigen Moment das Land
zu verlassen. Wir alle konnten nicht einschätzen, wann es wieder eskaliert und
wie lange wir dann wieder „eingesperrt“ werden müssen.
Was passierte zuletzt?
Eltern brachten ihre Kinder
nicht mehr zur Association.
So konnten wir die Zeit
nutzen und haben den
Reinigungsfrauen in einer
Schulung den sicheren
Umgang mit den Kindern
beigebracht und ihnen mehr
über deren Erkrankung erklärt.
Said baute mit seiner Klasse einige spezielle Tische für
Autisten. Auch die Kleinsten aus Suzies Klasse wurden
mit einbezogen. Alle hatten wahnsinnig viel Spaß beim
anstreichen und abschleifen der Tische.
Die letzten gemeinsamen Stunden
miteinander begannen mit einem
Frühstück und endeten mit einem
wunderschönen Ausflug.

Abuna Adel feiert jeden Dienstag mit den Jugendlichen
vom L’Arche Projekt Gottesdienst. L’Arche ist ein
internationales Behindertenprojekt.
Hier werden Kerzen für Hotels, Karten für
feierliche Anlässe hergestellt und verkauft sowie
Obst und Gemüse angebaut.
Im Januar konnten wir das erste Mal bei 27°C grillen. Im Februar waren wir bei
Osama und seiner Familie sowohl auch bei den Abuna’s der Jesuits in El-Minia
noch einmal zum Essen eingeladen.
Abgesehen von einigen herzzerreißenden Abschiedsfeiern und Verabschiedungen
mit viel Tränen haben wir noch so viel Know How wie möglich in die Mitarbeiter
„gepackt“, um unsere Arbeiten & Projekte so gut wie möglich zu beenden.
Nichts desto trotz wollen wir weiterhin versuchen unsere neuen Freunde in
Ägypten zu unterstützen. In Armant bei Luxor bilden die Jesuiten jugendliche zu
Schreinern aus. Die fertiggestellten Waren verkaufen sie momentan nur in Luxor
an Souvenirhändler. Wir versuchen aktuell den Kontakt zwischen den Jesuiten und
Importeuren in Deutschland herzustellen, um all die schönen Dinge hier
in „Eine Welt Läden“ verkaufen zu können.
Auch wollen wir unseren Blog nicht einfach brach liegen lassen und werden
weiterhin von Zeit zu Zeit über Ägypten berichten.
In diesem Sinne wünsche wir Euch allen ein schönes Osterfest.
Liebe Grüße
Karin & Thomas































